SPD Kraichtal

SPD informierte sich über die ärztliche Versorgung in Kraichtal

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"Ausgebildete Mediziner gehen nur noch selten aufs Land", ist die Erfahrung von PD Dr. Dieter Hassler aus Münzesheim. Er selbst ist seit vielen Jahren mit Überzeugung Allgemeinarzt in Münzesheim und hat in dieser Tätigkeit immer eine große Zufriedenheit gefunden. Er sehe aber mit der fehlenden Nachfolge Probleme auf den ländlichen Raum zukommen. Dies gelte auch für Kraichtal, sagt er.

Die SPD in Kraichtal hatte die Allgemeinärzte und Apotheker aus allen Stadtteilen zu einem Gespräch eingeladen, um sich über die Entwicklung der ärztlichen Versorgung in Kraichtal zu informieren. Neben PD Dr. Dieter Hassler nahmen auch Dr. Reinhard Hahn aus Oberöwisheim sowie zahlreiche Apotheker aus Kraichtal an dem Gespräch teil.

Als Fakten nannte Hassler, dass 75 Prozent der Ärzte in Kraichtal älter als 55 Jahre sind und nur 5 Prozent unter 40 Jahren. Dies sei ein Ausrufezeichen für die künftige Entwicklung. Er führte verschiedene Gründe an, die eine Landarztpraxis weniger attraktiv machten als eine in der Stadt oder gar eine Facharztpraxis. "Und wenn die Ärzte fehlen, dann fehlen über kurz oder lang auch die Apotheken", sagte Anne Kessler-Rastätter von der Stadtapotheke Gochsheim.

Der Abend konnte einige Warnsignale erkennbar machen, aber war noch nicht dafür gedacht, Lösungen zu entwickeln. Deutlich wurde, dass man nur mit gemeinsamen Anstrengungen diesem Problem begegnen kann und dass man "das nicht auf die lange Bank schieben könne", sagte Karl-Heinz Glaser, amtierender Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter, der den Abend moderierte.

Gefahr erkannt, heiße noch lange nicht, dass sie gebannt sei. Dies bedürfe noch einiger kreativer Ideen. Die SPD wolle sich dieser Problematik aber im Gemeinderat annehmen, sagte Fraktionsvorsitzender Bernhard Stolzenberger. An dem Gespräch nahmen fast alle SPD-Gemeinderäte teil und auch einige der neuen Kandidaten.

 
 

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